Erste Hilfe bei einem Zahnunfall
Wenn ein Zahn ausgeschlagen wurde, entscheidet das richtige Verhalten in den ersten Minuten oft über den Erhalt. Das Wichtigste in Kürze:
- Den Zahn nur an der Krone anfassen, nicht an der Wurzel.
- Nicht säubern, nicht abwischen, nicht desinfizieren.
- Den Zahn feucht lagern: am besten in einer Zahnrettungsbox, sonst in kalter H-Milch oder in Speichel. Kein Wasser.
- So schnell wie möglich in die Praxis oder zum zahnärztlichen Notdienst, idealerweise innerhalb von 30 bis 60 Minuten.
- Bei abgebrochenem Zahn das Bruchstück mitbringen, ebenfalls feucht gelagert.
Rufen Sie uns im Notfall an: 030 / 333 4807 - so können wir Ihnen den schnellsten Weg zur Versorgung sagen.
Was ist ein Zahntrauma?
Ein Zahntrauma ist eine Verletzung von Zahn, Zahnhalteapparat oder Kieferknochen durch äußere Gewalt. Der Begriff fasst mehrere Verletzungsarten zusammen, von der kleinen Absplitterung bis zum vollständig herausgeschlagenen Zahn.
Betroffen sind häufig die oberen Frontzähne, weil sie bei einem Sturz zuerst getroffen werden. Auch wenn ein Zahn nach außen unversehrt aussieht, kann er innen geschädigt sein, etwa der Zahnnerv oder die Wurzel. Deshalb gehört jeder Zahnunfall zeitnah untersucht, selbst wenn er auf den ersten Blick harmlos wirkt.
Welche Zahnverletzungen gibt es?
Nicht jeder Zahnunfall ist gleich. Die Art der Verletzung bestimmt die Behandlung:
| Verletzung | Was passiert ist | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Abgesplitterte Ecke | kleiner Schmelzverlust | oft mit Füllung oder Aufbau zu versorgen |
| Abgebrochener Zahn | größeres Bruchstück fehlt | Bruchstück mitbringen, Versorgung je nach Tiefe |
| Gelockerter Zahn | Zahn sitzt locker, aber im Fach | schienen und beobachten |
| Verschobener Zahn | Zahn aus der Position gedrückt | zurückbewegen und schienen |
| Ausgeschlagener Zahn | Zahn vollständig heraus | feucht lagern, schnellstmöglich replantieren |
Bei jeder dieser Formen gilt: Je früher die Versorgung, desto besser die Aussichten für den Zahn.
So läuft die Versorgung ab
Nach einem Zahnunfall geht es zuerst um die Einschätzung des Schadens, dann um die Versorgung:
Ein Zahn ist verletzt oder ausgeschlagen? Kommen Sie so schnell wie möglich zu uns - wir versorgen Sie zeitnah.
Was passiert nach einem Zahnunfall mit dem Zahn?
Ob ein verletzter Zahn dauerhaft erhalten bleibt, lässt sich am Unfalltag nicht sicher sagen. Ein replantierter oder geschienter Zahn braucht Zeit, um wieder fest zu werden, und der Zahnnerv kann auf die Verletzung noch Wochen später reagieren.
Deshalb sind die Nachkontrollen kein Beiwerk, sondern Teil der Behandlung. Zeigt sich, dass der Nerv abgestorben ist, wird eine Wurzelbehandlung nötig. Lässt sich ein Zahn nicht halten, ist die Lücke später versorgbar, etwa mit einem Zahnimplantat. Der genaue Verlauf hängt von Art und Schwere der Verletzung ab.
Warum Patienten aus Berlin-Spandau zu uns kommen
Ein Zahnunfall braucht schnelle, ruhige Versorgung. Norman Jacob, Zahnarzt für Ästhetische Zahnmedizin und Implantologie, und das Team behandeln Zahnverletzungen mit dem Ziel, den eigenen Zahn wenn möglich zu erhalten.
Was kostet die Versorgung nach einem Zahnunfall?
Die Notfallversorgung nach einem Zahntrauma ist bei medizinischer Notwendigkeit in der Regel eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei Unfällen im Verein, in der Schule oder am Arbeitsplatz kommt je nach Situation eine Unfallversicherung infrage.
Fallen weiterführende Leistungen an, etwa aufwendiger Zahnersatz nach Zahnverlust, halten wir das vorab in einem transparenten Heil- und Kostenplan nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) fest.
Einen Überblick über die chirurgische Versorgung gibt die Oralchirurgie. Ist nach dem Unfall der Zahnnerv betroffen, hilft eine Wurzelkanalbehandlung. Lässt sich ein Zahn nicht mehr halten, ist ein Zahnimplantat die nächste Option.

